Stolze Trottelei

Ich kann etwas so tolles: ich kann sehr schnell etwas spiegelverkehrt geschriebenes lesen! Es wird schon fast zu einem Zwang: wenn irgendwo ein Wort etwa auf einer Glasscheibe klebt und ich sehe es von der anderen Seite, so kann ich nicht anders – ich muss es einfach lesen.

Dieser Zwang wird mir zuweilen zum Verhängnis. Ihr kennt diese Türen bestimmt auch, wie etwa unser Bäcker eine hat: eine Glastür, auf der zur Erleichterung der Kunden steht, ob man Drücken oder Ziehen muss. Auf jeder Seite steht das entsprechende Wort. Da es sich aber wie gesagt um eine Glastüre handelt, sieht man jeweils beide Schriften – die eine spiegelverkehrt. Immer wenn ich auf diese Türe zugehe, befällt mich der Zwang des Spiegellesens. Ich lese das für mich nicht gültige Wort, habe dies im Kopf und mir wird erst dann bewusst, dass das ja das verkehrte war, wenn ich meine Nase an der Türe plattgedrückt habe, weil ich auch das falsche – gedrückt anstatt gezogen – getan habe.

Jetzt wisst ihr, woher ich meine breite Nase habe!

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