Das letzte ‚tschüss‘

Es wird nie so sein, dass man sich sicher ist, im richtigen Moment das richtige getan zu haben, die richtigen Worte gefunden zu haben. Das hoffe ich zumindest, hoffe, dass nicht nur ich das befürchte.

Irgendwann war der Abschied da, ich schloss die Türe, nachdem sie noch ein weiteres mal meinen Namen und ‚tschüs‘ rief, sich für den Besuch bedankte, sich übermühsam im Bett aufrichtete, um mich noch ein letztes Mal zu sehen, was ihr nicht gelang. Bevor die Tür ins Schloss fiel, konnte ich gerade noch ein ‚ich danke‘ los werden, das Tonnen an gedruckten Worten enthielt. Ob sie sie alle hörte, ich hoffe es, denn es war das letzte Wort, das ich durch meine Kehle pressen konnte.

Die Momente davor gehörten zweifellos zu unseren intimsten. Sie zeigte offen ihre Gefühle, mit stummer Stimme und wenigen Worten traf sie die Punkte, um die es wirklich geht. Wenn auch alles bis an den Rand geschwächt ist, ihre Herzlichkeit und Liebe stirbt nicht einfach so.

Tschüs, Oma.

Ein Gedanke zu „Das letzte ‚tschüss‘

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