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Deutsche Cloud Anbieter sind die besten – yay! …

Soeben habe ich diesen Artikel gelesen: Deutsche Cloud Anbieter

Die Stiftung Warentest hat hierbei Cloud-Anbieter getestet und als Sieger gingen der Online-Speicher von Web.de und die Magentacloud der Telekom hervor. Diese hängten sogar die Größen wie Google Drive, Dropbox, iCloud oder OneDrive ab. Ist das nicht überraschend?

Jedoch muss natürlich auch verstanden werden, wieso das so gekommen ist. Beim Weiterlesen wird klar, dass Datenschutzrichtlinien den Ausschlag geben. Mängel in der Datenschutzerklärung, den Nutzungs- oder Geschäftsbedingungen sorgen dafür, dass in diesem Ranking, diejenigen mit der besten Handhabungsnote und sehr guter Technik auf die letzten Plätze geschubst werden.

Ich hoffe, das sorgt nicht dafür, dass sich die deutsche Technik nun auf diesem Datenschutz-Texte-Vorsprung ausruht. Ich weiß nicht, wie es in eurem Bekanntenkreis ist: kennt ihr jemand, der die Web.de-Cloud nutzt? Ich kenne iCloud-Nutzer, Google Drive Nutzer, Dropbox-Nutzer.

Hier zeigt sich wieder das dicke Grundproblem der Datenschützer: es ist eine sehr schwere Aufgabe, Nutzer davon zu überzeugen, sich vor etwas schützen zu lassen, vor dem sie gar nicht geschützt werden wollen. Was nutzt mir denn ein guter Datenschutzhinweistext, wenn ich meinen Cloudspeicher nicht gut in anderen Services integrieren kann? Handhabung und Technik, die mir die Nutzung Platformübergreifend so einfach wie möglich machen, das sind die Dinge, die überzeugen.

Ich finde in diesem Test einfach die Gewichtung auf der Datenschutz-Info-Seite zu stark und demzufolge halte ich es für albern hier mit dem Titel „Die besten Clouds kommen aus Deutschland“ anzukommen. Denn für mich sind sie das bei weitem nicht. Noch nicht, es gibt ja Hoffnungsträger…

Zaubercoin

Ich war heute auf einer Fortbildung in Frankfurt. Diese war früher beendet als geplant und so musste ich noch etwas Zeit am Bahnhof totschlagen. Da ich hungrig war, hat mich das große gelbe M angezogen. Kaum dass ich mich mit meinem roten Tablett an dem auserwählten Tisch niederelassen hatte, kam ein ungepflegter, stoppelbärtiger Mann um die Ecke und sagte mit rauher Stitmme in die Runde: „Tschuldigung, hat jemand vielleicht zehn Cent?“

Kaum zu Ende gesprochen, fällt hinter ihm eine zwanzig Cent Münze auf den Boden. Ich habe nicht gesehen, wo die her kam, aber offensichtlich von ihm selbst, denn es war niemand sonst in der Nähe.

Ich hatte den Eindruck, dass die einzige Bewegung der anwesenden Personen mein sich hebender Kopf und mein sich ausstreckender Arm mit Fingerzeig auf die Münze war. Alles sonst, er selbst und die anderen Hungrigen, rührten sich nicht und beachteten weder ihn noch die Münze. Ich sagte: „Da sind zwanzig!“. Darauf drehte er sich verwundert um, hob das Geld auf und ging wortlos langsamen Schrittes davon.

ge-Ahnt

Ich habe seit einiger Zeit steigendes Interesse daran, meine Herkunft genauer zu beleuchten. Das bezieht sich auf mehrere Aspekte: Wo liegt der Ursprung meines Familiennamens? Was ist der historische Background für die Auswanderung, die meine Vorfahren im 18. Jhd. vollzogen haben? Wer sind überhaupt meine Vorfahren, bis in welche Generation kann ich das noch nachvollziehen und noch ein paar Details mehr interessieren mich.

Angefangen habe ich damit, das bereits erfasste Wissen bezüglich meiner Ahnen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und in einem geeigneten Programm zu erfassen. Allein das dauert nun schon drei volle Tage an und ich bin immer noch bei der Ahnenreihe meines Vaters. Von meiner Mutter habe ich außer ihr selbst noch immer nichts erfasst. Wie soll das bloß weitergehen, wenn die freien Weihnachtsfeiertage wieder vorbei sind? 😉

Jedenfalls ist diese Arbeit auf unerwartete Weise viel spannender als ich es gedacht hätte. Mein Eindruck ist, dass ältere Menschen mehr über dieses Thema und speziell ihre Vorfahren sprechen, als die Jungen. Und die Alten erzählen gerne davon, auch wenn sie sich dabei wiederholen. Indigene Völker legen auch meist sehr großen Wert darauf, die Geschichte ihrer Herkunft an die jungen Generationen aktiv weiterzugeben. Oft werden diese Erzählungen in Riten verpackt und ihnen wird etwas magisches bescheinigt.
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paradox

Habe gerade einen alten Entwurf gefunden, der hier noch so herumgeisterte. Er stammt aus April 2009 und ich erinnere mich an diese Zeit. Heute muss ich sagen, dass dieses Phänomen nachgelassen hat und ich an diesen beschriebenen anstrengenden Tagen auch ausgepowert und energielos in den Feierabend gehe. Damals aber war es tatsächlich noch etwas anders, seht:

Ein interessanzes Phänomen, wie ich finde:
es gibt Arbeitstage, die sind ganz normal: nicht zu nervig, nicht sehr stressig und auch nicht außergewöhnlich anstrenegend. Dann die anderen, die richtig auslaugen, die ein fast unlösbares Problem nach dem anderen hervorbringen, viele Fehlentscheidungen, viele Momente, in denen ich veräußern muss, hinter was ich nicht wirklich stehe, und es sind auch genau diese anstrengenden Tage, die immer länger dauern, als der Durchschnitt.
Was mich aber verwundert: genau an diesen ’schweren Tagen‘ bin ich nach Feierabend viel geladener als an den anderen. Die Tage, die mich also kaputter und eigentlich ausgelaugter machen, das sind die Tage, an denen ich Abends noch unbedingt weg will, an denen ich sehr aufgedreht bin, an denen ich also überschüssige Energie habe, die irgendwie raus muss…
Wenn ich mich mit Arbeitskollegen darüber unterhalte, dann merke ich, dass ich nicht der einzige bin, der aus auslaugenden Tagen mit mehr Energie rausgeht als aus normalen.

Es lebe die Schwere!

Cybermusic

Manchmal, da starte ich meinen Winamp-Player, suche die meiner Stimmung entsprechende Musik aus und dann, manchmal eben, starte ich ne hippe Visualisierung auf meinem ach so breiten Bildschirm, wähle meinen Augen-Screen-Abstand so, dass mein Sichtfeld von dem farbigen Raum gefüllt ist und dann, ja dann, dann fliege ich manchmal davon!

Keine Sorge, ich bin nicht abhängig, ich kann jederzeit aufhören und mache es auch nicht so oft und auch nicht so lange am Stück. Ich hab’s unter Kontrolle!

Aber den Fug, den genieße ich schon…

Das tägliche Experiment

Das hier ist doch eigentlich nichts anderes als die in dem Film Das Experiment (der übrigens auf wahrer Begebenheit beruht) dargestellte menschliche Eigenschaft, dass wir in einer Machtposition dazu neigen, diese zu missbrauchen. Und Machtposition schlicht nur in dem Sinne, dass ich mehr zu sagen habe, als der Mensch, der gerade vor mir steht.

Tja, so ist es nun mal leider und ich bezweifele, dass sich daran irgend etwas je ändern wird. Es wird immer Menschen geben, die sich hier nicht mehr unter Kontrolle haben. In Gruppen natürlich noch wahrscheinlicher als als Einzelperson.

Übrigens kommt der Film heute Abend auf Pro7, 22:00 – wer nichts anderes vor hat…