Kategorie-Archiv: Allgemein

Zaubercoin

Ich war heute auf einer Fortbildung in Frankfurt. Diese war früher beendet als geplant und so musste ich noch etwas Zeit am Bahnhof totschlagen. Da ich hungrig war, hat mich das große gelbe M angezogen. Kaum dass ich mich mit meinem roten Tablett an dem auserwählten Tisch niederelassen hatte, kam ein ungepflegter, stoppelbärtiger Mann um die Ecke und sagte mit rauher Stitmme in die Runde: „Tschuldigung, hat jemand vielleicht zehn Cent?“

Kaum zu Ende gesprochen, fällt hinter ihm eine zwanzig Cent Münze auf den Boden. Ich habe nicht gesehen, wo die her kam, aber offensichtlich von ihm selbst, denn es war niemand sonst in der Nähe.

Ich hatte den Eindruck, dass die einzige Bewegung der anwesenden Personen mein sich hebender Kopf und mein sich ausstreckender Arm mit Fingerzeig auf die Münze war. Alles sonst, er selbst und die anderen Hungrigen, rührten sich nicht und beachteten weder ihn noch die Münze. Ich sagte: „Da sind zwanzig!“. Darauf drehte er sich verwundert um, hob das Geld auf und ging wortlos langsamen Schrittes davon.

ge-Ahnt

Ich habe seit einiger Zeit steigendes Interesse daran, meine Herkunft genauer zu beleuchten. Das bezieht sich auf mehrere Aspekte: Wo liegt der Ursprung meines Familiennamens? Was ist der historische Background für die Auswanderung, die meine Vorfahren im 18. Jhd. vollzogen haben? Wer sind überhaupt meine Vorfahren, bis in welche Generation kann ich das noch nachvollziehen und noch ein paar Details mehr interessieren mich.

Angefangen habe ich damit, das bereits erfasste Wissen bezüglich meiner Ahnen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und in einem geeigneten Programm zu erfassen. Allein das dauert nun schon drei volle Tage an und ich bin immer noch bei der Ahnenreihe meines Vaters. Von meiner Mutter habe ich außer ihr selbst noch immer nichts erfasst. Wie soll das bloß weitergehen, wenn die freien Weihnachtsfeiertage wieder vorbei sind? 😉

Jedenfalls ist diese Arbeit auf unerwartete Weise viel spannender als ich es gedacht hätte. Mein Eindruck ist, dass ältere Menschen mehr über dieses Thema und speziell ihre Vorfahren sprechen, als die Jungen. Und die Alten erzählen gerne davon, auch wenn sie sich dabei wiederholen. Indigene Völker legen auch meist sehr großen Wert darauf, die Geschichte ihrer Herkunft an die jungen Generationen aktiv weiterzugeben. Oft werden diese Erzählungen in Riten verpackt und ihnen wird etwas magisches bescheinigt.
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paradox

Habe gerade einen alten Entwurf gefunden, der hier noch so herumgeisterte. Er stammt aus April 2009 und ich erinnere mich an diese Zeit. Heute muss ich sagen, dass dieses Phänomen nachgelassen hat und ich an diesen beschriebenen anstrengenden Tagen auch ausgepowert und energielos in den Feierabend gehe. Damals aber war es tatsächlich noch etwas anders, seht:

Ein interessanzes Phänomen, wie ich finde:
es gibt Arbeitstage, die sind ganz normal: nicht zu nervig, nicht sehr stressig und auch nicht außergewöhnlich anstrenegend. Dann die anderen, die richtig auslaugen, die ein fast unlösbares Problem nach dem anderen hervorbringen, viele Fehlentscheidungen, viele Momente, in denen ich veräußern muss, hinter was ich nicht wirklich stehe, und es sind auch genau diese anstrengenden Tage, die immer länger dauern, als der Durchschnitt.
Was mich aber verwundert: genau an diesen ’schweren Tagen‘ bin ich nach Feierabend viel geladener als an den anderen. Die Tage, die mich also kaputter und eigentlich ausgelaugter machen, das sind die Tage, an denen ich Abends noch unbedingt weg will, an denen ich sehr aufgedreht bin, an denen ich also überschüssige Energie habe, die irgendwie raus muss…
Wenn ich mich mit Arbeitskollegen darüber unterhalte, dann merke ich, dass ich nicht der einzige bin, der aus auslaugenden Tagen mit mehr Energie rausgeht als aus normalen.

Es lebe die Schwere!

Cybermusic

Manchmal, da starte ich meinen Winamp-Player, suche die meiner Stimmung entsprechende Musik aus und dann, manchmal eben, starte ich ne hippe Visualisierung auf meinem ach so breiten Bildschirm, wähle meinen Augen-Screen-Abstand so, dass mein Sichtfeld von dem farbigen Raum gefüllt ist und dann, ja dann, dann fliege ich manchmal davon!

Keine Sorge, ich bin nicht abhängig, ich kann jederzeit aufhören und mache es auch nicht so oft und auch nicht so lange am Stück. Ich hab’s unter Kontrolle!

Aber den Fug, den genieße ich schon…

Das tägliche Experiment

Das hier ist doch eigentlich nichts anderes als die in dem Film Das Experiment (der übrigens auf wahrer Begebenheit beruht) dargestellte menschliche Eigenschaft, dass wir in einer Machtposition dazu neigen, diese zu missbrauchen. Und Machtposition schlicht nur in dem Sinne, dass ich mehr zu sagen habe, als der Mensch, der gerade vor mir steht.

Tja, so ist es nun mal leider und ich bezweifele, dass sich daran irgend etwas je ändern wird. Es wird immer Menschen geben, die sich hier nicht mehr unter Kontrolle haben. In Gruppen natürlich noch wahrscheinlicher als als Einzelperson.

Übrigens kommt der Film heute Abend auf Pro7, 22:00 – wer nichts anderes vor hat…

Auszeit

Ich bin übrigens jetzt vorerst mal in Vaterzeit und deshalb hier – wie ihr ja bereits bemerkt habt – eine Zeit lang nur auf äußerster Sparflamme vertreten.

Ahoi!

Männerabend

Die Frau muss für ein paar Stunden weg. Das bedeutet: sturmfreie Bude, nur für uns – für uns Männer! Das erste Mal er und ich für mehr als nur einen Toilettengang lange alleine. Wir können tun, was wir wollen und keiner kriegt’s mit. Wir entscheiden uns für auf der Couch lümmeln und schmeißen die Glotze an. Die Auswahl fällt auf etwas mit Fußball und natürlich auch etwas mit Frauen, jawohl! Ich mache mir ein Karamalz-Bier auf und mein Sohn, der übrigens schon die 3200 Gramm-Grenze überschritten hat, hat momentan einfach keinen Durst. So frönen wir dem Männersein und grinsen – alle beide!