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gen Ö

Es ist die letzte Raststätte auf dieser Seite der Schlucht. Ich frühstücke – etwas zu viel lade ich auf mein Tablett, wie sich später zeigt – und stelle mich an der Kasse an, um meine Auswahl zu bezahlen. Vor mir eine Frau, die das gleiche tun will. Sie bezahlt mit Karte, aber die Kasse weist die Karte ab. Die Kassiererin versucht es ein zweites Mal, erfolglos. „Tut mir leid, die Kasse nimmt Ihre Karte nicht an, könnten Sie eventuell auch bar bezahlen?“ Die Dame vor mir schaut etwas unverständlich, sieht ihre Karte an und hebt eine Augenbraue. Dann fragt sie: „Do you speak english?“ Die Kassiererin darauf: „Oh, Karte ab-ge-wie-sen, Vorgang ab-ge-bro-chen, gäht niecht!“ Ich muss anfangen zu lachen, mehr in mich als aus mir heraus, aber es fällt ja doch auf. Bevor ich mich wieder fangen kann ist bereits ein Herr hinter der Kasse, der englisch spricht und der Dame hilft.

Warum dachte die Kassiererin, dass die Engländerin ihren Versuch gebrochen osteuropäisch zu sprechen besser versteht als das proppere Deutsch? Warum hat sie, wenn schon, nicht angefangen amerikanisches Kaugummideutsch zu sprechen? Das beherrscht doch auch jede(r) Deutsche, oder?

Lustig…weiter gehts…

Baum

Diese Eiche (© by Etosha) wurde mir von eben jener und zuvor auch schon von RolandSchwarzer zukatapultiert. Es folgt die Verarbeitung:

1. Trägst du Unterwäsche? Wenn ja, welche?
Meistens schon, dann aber ganz unterschiedlich, aber gerne mit diesem Elasthan drin, das fühlt sich gut an!

2. Weißt du, wie man die BH-Größe mißt?
Wie genau sich der Körbchenbuchstabe ermittelt, hab ich jetzt erst bei Roland gelernt, der Rest war bekannt.

3. Was ist deine Lieblingseissorte?
Ich bin einer der wenigen Menschen, die kaum Eis essen. Bis vor ca. 2 Jahren sogar so gut wie überhaupt nicht. Wenn es jetzt aber mal sehr heiß ist und eine schöne Frau mit mir durch altstädtische Straßen schlendert, dann schlecke ich gerne mal mit ihr zusammen was Kaltes, hab dann bevorzugt Joghurt oder sogar Zimt, manchmal auch Vanille.

4. Duschen oder baden?
Am häufigsten duschen und am liebsten baden.

5. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
Sonnenuntergang, den Aufgang verschlaf ich meistens wobei der eigentlich noch fast den größeren Reiz hat, wenn ich so überlege und mich an die wenigen erinnere, die ich erlebt habe.

6. Welche 3 Dinge hast du immer bei dir, wenn du unterwegs bist?
rechte Socke, linke Socke, T-shirt und manchmal sogar noch mehr

7. Donald Duck oder Mickey Mouse?
Gargamel!

8. Welche Zahnpasta benutzt du?
Momentan ganz klassisch Aronal und Elmex, aber meine Lieblingszahnpasta wird wohl doch immer Dentagard bleiben. Ich wechsele jedoch absichtlich, weil immer mal wieder einen neuen Geschmack zu erleben bringt Spasss!

9. Rechts- oder Linkshänder?
Ohne Wahl keine Qual, bin Rechtshänder

10. Singst du unter der Dusche?
Das war mal früher, als ich noch kein Auto hatte!

11. Redest du mit deinen Haustieren?
Leider ist mein Hund meistens nicht mehr hier, aber wenn ich bei ihm bin, dann rede ich gerne mit ihm, wieso auch nicht, er unterhält sich gerne! Er hat auch eine sehr klare Aussprache, spricht hundegestisch…

12. Kennst du die richtigen Namen deiner email- Freunde?
Da stimmt meine Antwort zu 100% mit der des Rotfells überein. Darf ich kopieren, liebes Rotfell?:
„Emailfreunde? Darf man die Kommentatoren als solche betrachten? Wenn ja, nicht von allen. Wenn man sie nicht als solche betrachten darf, habe ich keine Emailfreunde, sondern nur mir persönlich bekannte Menschen, mit denen ich auch dann und wann maile. Ich hoffe zumindest, daß sie ihre richtige Namen genannt haben und keine psychopathischen Massenmörder sind.“

13. Hattest du mal ein pinkfarbenes Kleidungsstück?
Ja, das Helge Schneider T-Shirt, auf dem nur sein Schuh abgebildet war. Es ist auf mysteriöse Weise leider verschwunden, wer es findet, bitte an mich zurück, ich bin bereit einen Finderlohn zu leisten: vielleicht ein von mir persönlich gefälschtes Helge-Autogramm?!?

14. Beißt du dir in die Lippe, wenn du nervös bist?
Nein, wenn ich nervös bin, dann ziehe ich eher mal meine Augenbrauen näher zueinander. Ich beiß mir dann auf die Lippen, wenn ich mich bei einer filigranen Tätigkeit arg konzentrieren muss, zum Beispiel als ich früher in der Band ein schwieriges Gitarrensolo spielen musste.

15. Frühaufsteher oder Nachteule?
Frühausfsteher, oft aber sehr nachteulig! Wenn da zwei Extreme zusammentreffen, werd ich obendrein oft auch noch mittagsschläfrig, wenn Zeit bleibt.

16. Kannst du einen BH mit nur einer Hand öffnen?
Na so gehört sich das doch…eine meiner leichtesten Übungen! 😉

17. Gummibärchen oder Kaugummi?
Kaugummi, Airwave.

18. Wie alt bist du?
x=(7*9/20*4+2,4)*2, und zwar genau!

19. Und wie alt möchtest du sein?
Die Frage habe ich mir ja noch nie gestellt, moment, ich mach das mal jetzt…..ähm, ich glaub, das ist mir ziemlich egal. Es soll jedenfalls noch ein Tag mehr werden. Und wenn ich das morgen auch denke, dann eben noch einer, und ich glaube, das habe ich die letzten x Jahre auch so gesehen, vielleicht kommen ja weitere x dazu, und dann nochmal x? Aber ein drittes x werd ich vielleicht nicht mehr wollen, aber da fragt mich lieber nochmal in 2 mal x Jahren, das weiß ich jetzt noch nicht.

20. Loft, Villa, Bauernhaus oder einfach nur Wohnung?
Bauernhaus mit Stall daneben, zwei Pferden, zwei Kühen für die kuhwarme Milch jeden Morgen, zehn Hühner für das eine Ei, das ich maximal pro Woche esse und die restlichen verkauf ich und finanzier damit das Anwesen!
Oder sollte ich einfach nur sagen, was ich gerade habe? Ein Wohnung…

21. Was isst du am Liebsten auf der Pizza?
Mal Salami, mal Ananas, mal Hackfleisch, oft Rucola, Käse ist natürlich Pflicht. Merke gerade, dass ich wohl sehr wechselhaft sein muss, kann auf solche Fragen schwer für mich immer gültige Antworten finden!

22. Wie trinkst du deinen Kaffee?
Gar nicht, niemals nicht! Wirkt bei mir wie eine Überdosis Speed! Ha, wenn das mal keine klare Auskunft war!

23. Hast du schon mal für andere gekocht?
Nicht nur einmal. Zwei Gerichte sind meine Sache: Iwi-Gemüse-Soße mit Nudeln (das sind eingentlich tausende von Gerichten, weil die Soße jedesmal anders ausfällt. Nur Zuchhini sind fast immer dabei) oder Lasagne, die aber immer mit Mais!

24. Hast du schon mal Austern gegessen?
Neee, wenn es nicht gerade Fischstäbchen oder Zanderfilet ist, dann hat alles, was aus dem Meer kommt, in meinem Mund nichts zu suchen!

25. Weißt du Geburtstag und Alter deiner Eltern?
Sischer dat!

26. Titel deines Lieblingsbuches?
Eigentlich hab ich da keines, vielleicht nenn ich zwei, die mich in meiner Jugend stark geprägt haben. Das waren der ‚Steppenwolf‘ und ‚Demian‘ von Hermann Hesse. Aber ich könnte mir fast vorstellen, dass 90% derer, die gerne lesen, so ihre Hesse-Phase gehabt haben, stimmts??

27. Sind deine Füße gleich groß?
Ja, aber spiegelverkehrt! Der eine ist an der linken Seite länger, der andere an der rechten! Welcher welcher ist, das ist mein heutiges Rätsel für euch!

28. Magst du Knoblauch?
Ja, nur nicht nach 18 Uhr, denn dann wird das mit dem ruhigen Schlaf nichts mehr.

29. Kannst du mit deinen Augen einzeln blinzeln?
Ja! Allerdings kann das keiner so gut, wie mein Hund!

30. Liest du Tabellen?
Lesen heisst, links oben beginnen und bis rechts unten durchlesen – dann hab ich hier ein klares nein!

31. Was wäre das erste, was du tun würdest, wenn du einen Millionenjackpot im Lotto gewinnst?
Als erstes eine Woche lang überlegen, was ich denn nach dem Überlegen als zweites tun soll, und dann vielleicht meinen derzeitigen Hauptjob kündigen und meinen Nebenjob zum Hauptjob ausbauen. Vielleicht aber auch einer schönen Frau ein Eis spendieren…

32. Pepsi oder Coca Cola?
Koffein, siehe Frage 22, und beides schmeckt mir auch gar nicht.

33. Wann hast du das letzte Mal geweint?
Ich glaube, es war der 18. August, als mir das letzte mal so ein bis zwei Tränen runtergekullert sind.

34. Schau nach rechts, was siehst du?
Zwei Holzfiguren, die auf meinem Drucker stehen und die ich einer Freundin schenken will, dahinter meine Pinnwand, die ich mal wieder aktualisieren sollte.

35. Mit oder ohne Kohlensäure?
Ohne.

36. Schnarchst du?
Bisher noch nicht, vielleicht nach dem zweiten x

37. Kaust du auf Bleistiften oder Kulis rum?
Nö.

38. Wenn auf einer Tür steht ‚ziehen‘, drückst du trotzdem?
Wenn ich das ‚ziehen‘ seh, dann zieh ich auch. Und das mach ich sogar auch dann, wenn ich ein ‚pull‘ sehe!

39. Wenn du einen Tag in deinem Leben wiederholen könntest, welcher wäre das dann?
Sowas will ich nicht machen!

40. Wie würdest du dich selbst einschätzen? Shy, fly, high oder dry?
Verzeihung, ich muss wieder undeutlich werden: Je nach Schlafstundenzahl, Wetter, Luft, Menschen um mich, Druck und Stress, Alkoholpegel, Hormoncocktail…mal shy, mal fly, mal high und oft auch dry!

41. Pommes oder Bratkartoffeln?
Rösti! Also gebrotne Krumbirre!

42. Hast du schon mal eine Waffe abgefeuert?
Nur Schießbude, also eher nein.

43. Winnie the Pooh, Tigger, Kanga, Roo, Piglet, Eeyore, Rabbit oder Owl?
Damba, mein Affe und der Kleine, eigentlich ein Löwe, der aber nachdem ich ihm einen Haarschnitt verpasst hatte auch eher wie ein Affe aussieht! Da wo ich aufgewachsen bin, gab es kein TV und keinen Markt für Marken-Kinderspielzeug oder Bücher mit derartigen Figuren. Höchstens Max und Moritz. Im Kommunismus hatte man eine Puppe oder Stofftier und hatte die absolute Freiheit, dessen Charakter selbst festzulegen, was auch automatisch geschah. Eigentlich schön! Die oben erwähnten habe ich erst kennengelernt, als ich kein Interesse mehr daran hatte.

44. Warst du schonmal in Disneyland/ world/ resort?
Ja, sogar mehrmals. Zwei Mal in Paris und ein Mal in Anaheim/L.A. Ich fands immer sehr schön und so viele Kinder sind da gar nicht(, Rotfell! 😉 )

45. Was ist dein größtes Ziel?
Einfach mit mir selbst im Reinen sein, dann passt alles andere von selbst.

46. Schlagsahne oder Caramelsirup?
Schlagsahne

47. Riechst du an anderen Menschen?
Ja! Der Geruch ist von großer Bedeutung! Manchmal muss ich natürlich auch explizit wegriechen und andere Menschen wiederum möcht ich aufriechen!

Diese Eiche ist einfach zu schwer, ich kann sie nicht weiterwerfen!

…auch nur Menschen

Das Rotfell hatte einen Cinquecento, meine Schwester einen Bambino, ein Schulfreund seinen Panda, Bruce hatte einen grünen Seat Marbella und ich, ich hatte meinen VW Derby. Er war gelb mit einem unverwechselbaren schwarzen unteren Rand. Er war mein erster Wagen als ich mit 18 den Führerschein hatte und er musste einfach zu mir passen, weil er und ich nicht nur im gleichen Jahr, sondern auch im gleichen Monat gebaut wurden. Er war unglaublich zuverlässlich, sprang immer an, auch wenn er mangels Garage im tiefsten Winter durchgefroren war, einmal den Schlüssel umgedreht und er war bereit und arbeitswillig.

Er hatte seinen eigenen Geruch, wie ihn jeder von uns auch hat. Manchmal meinte er es mit seinem Duft etwas zu gut, lenkte vieles davon in den Innenraum und man bekam leichte Räusche von dem benzinhaltigen Dampf. Er meinte es natürlich nur gut. Leider half dieser Geruch nicht, die im Winter von innen angefrorenen Scheiben frei zu machen, ein Kratzer musste immer auf dem Beifahrersitz liegen.

Eine seiner besondersten Besonderheiten war, dass er sich Tage gönnte, in denen er den ersten Gang pausieren ließ, und bisweilen genehmigte er sogar dem zweiten Gang eine größere Pause. Das bedeutete, dass man häufig dazu gezwungen war, im dritten Gang anzufahren. Bei einem 4-Gang-Getriebe nicht die einfachste Aufgabe. Da wir uns aber gegenseitig so gut kannten, zeigte er mir das außergewöhnliche Spiel der Abstimmung zwischen Gas und Kupplung, so dass ich das hinbekam. Für viele Fremdfahrer, die sich meinen Derby ausleihen wollten, war das aber ein großes Verhängnis. Er war eben nur für mich gedacht!

Als wir dann beide mitten im 20. Lebensjahr waren, da mussten sich unsere Wege leider trennen. Ich ging in die USA und er sollte eigentlich zum TÜV. Allerdings war dieser Weg ohne Aussicht auf Erfolg aufgrund ungeheurer Bodendurchrostung und so fuhr ich mit ihm nochmal ins Grüne zum Großen Abschied. Er wurde dann verwertet und ich bin mir sicher, dass Teile von ihm noch ein gutes Werk in vielen anderen Fahrzeugen tun.

Er lebt weiter – das letzte Bild:

derby+iwi

Leben

Zwei Nachrichten, die kurz nacheinander eingetroffen sind. Zwei Nachrichten, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, die von Ereignissen berichten, die hunderte von Kilometern auseinander liegen. Zwei Nachrichten, die beide positiv sind, die beide mit Leben zu tun haben, die eine verlautet das Ende, die andere den Anfang und so findet ein Austausch statt, der hier auf eine ganz eigene Art doch Zusammenhänge zu bergen scheint.

Bad end of S.

S. ist ein Mann von etwas über 30 Jahren. Das sieht man ihm nicht an, man kann übergaupt schwer sein Alter schätzen, aber er sieht gerade sehr viel älter aus. Er hat Krebs und steht kurz vor seinem Ableben. Die Gewissheit, dass er sterben wird, die hat er schon ein knappes Jahr lang, seit einigen Monaten kann er sich auch so gut wie gar nicht mehr selbständig bewegen, ist bettlägrig und wartet. Es ist ein einziges, ein großes Warten, ein Hoffen, dass er diese Schmerzen bald nicht mehr ertragen muss und auch dieses lästig gewordene Leben, wenn diese Bezeichnung überhaupt noch gerechtfertigt ist. S. wird immer häufiger von Hustenanfällen geplagt, die offensichtlich zum Ersticken führen würden. Das würden sie vielleicht wirklich, wenn nicht immer kurz zuvor doch wieder eingegriffen würde. Da gibt es Mittel, die dieses Warten noch verlängern. Er wird dann ins Krankenhaus gebracht, bis er wieder soweit hergestellt ist, dass er zurück in sein Bett zu Hause entlassen werden kann. Jeder weiss, dass ein solcher Anfall wieder kommen wird und dass S. dann wieder ins Krankenhaus muss, um nochmal – vollgestopft mit Morphium und zig anderen Chemikalien – aufgepeppt zu werden.
Dieses (Ab)Leben wird bestimmt und einer wird dabei gar nicht gefragt: S. Er ist mittlerweile immer mehr von seinen Freunden, auch seiner Familie enttäuscht. Wenn man ihm gegnüber in irgend einer Form zum Ausdruck bringt, dass man ihn mag, dann nimmt er dies nicht mehr an. Wenn das so wäre, dann würde man ihm seinen Wunsch gewähren. Er will nicht ins Krankenhaus, er will endlich zu Hause bleiben und wenn es soweit ist, dass er eigentlich sterben soll, dann will er das zulassen. Doch ist die Mutter zu schwach wenn sie ihn sich zu Tode husten sieht. Sie ruft den Arzt. Dieser ist natürlich nicht mehr in der Lage, dies aus seinem Notarztköfferchen zu lindern und verweist ihn ins Krankenhaus, immer und immer wieder. S. muss sich der Bestimmung anderer über sein Leben fügen, er ist zu schwach, sich zu wehren, kann nicht, wie jeder andere körperlich gesunde Mensch selbst dafür sorgen, dass sein Leben ein Ende hat. Wenn er könnte, so hätte er sicherlich schon längst…
Weniger Rechte, über sich selbst zu bestimmen. Obwohl ihm jeder vernünftige Mensch in seinem Umfeld ein baldiges Ende wünscht wird er weiter entmündigt und irgendwas, irgendwer, etwas nicht greifbares widerspricht und hat mehr Macht.

Das ist nicht fair!

edit: er hat es geschafft: er ist zu Hause und nimmt Abschied…

Zauberkondom

Weil mein Kommentar hier verlorenging, lade ich die Geschichte eben hier ab:

Es geht um die Schwierigkeit, den Menschen in von Aids stark betroffenen Ländern zum einen die Gefahr an sich klar zu machen und zum anderen Wege zu zeigen, die Infektionsgefahr zu minimieren.

Sterben ist in vielen Entwicklungsländern nicht unbedingt etwas besonderes. Häufig sind es Menschen durch Krankheiten (auch ohne Aids) oder durch ‚Kleinkriminalität‘ (z.B. Raubmord für aus unserer Sicht fast wertlose Gegenstände) beinahe schon gewohnt, einen Großteil der Verwandtschaft oder des Freundeskreises oft schon frühzeitig zu verlieren. Und dann kommt die Welt plötzlich und will sie von der Gefahr einer Krankheit überzeugen, die es wahrscheinlich schon seit sehr langer Zeit gibt, die jetzt einfach nur besser erforscht wird. Neues Bewusstsein muss geschaffen werden – schwierig …

Soviel zu meiner Spekulation. Ich hatte vor einigen Jahren einen Bekannten, der als Entwicklungshelfer in Afrika unterwegs war und dort einige Zeit mit der Aufklärung über Aids beschäftigt war. Er erzählte von einem Versuch, den Gebrauch des Kondomes zu erläutern. Sie schafften es, einen Großteil des Dorfes zu versammeln und haben die ganze Sache erklärt und auch veranschaulicht. Natürlich hat es niemand gewagt, seinen Penis zur Schau zu stellen, und so wurde ersatzweise ein Stock verwendet, über den dann das Kondom gezzogen wurde. Vielleicht haben sie es nicht richtig übermittelt oder vielleicht ist dort einfach nur der Glaube an Mystisches und Magisches zu hoch, aber sie erfuhren später, dass Menschen während des Geschlechtsverkehrs neben dem Bett einen Stock hatten, dessen Ende durch ein Kondom geschützt wurde.

Schwierig schwierig schwierig…

Bedingtes Nebeneinander

Wo große Freude sein kann, da kann auch große Angst sein. Wahrscheinlich ist nur deshalb große Freude möglich, weil die große Angst auch möglich ist und auch umgekehrt. Gegenseitige Bedingung – das fiel mir gerade so auf, als ich mir die letzten beiden Posts hier nochmal vergegenwärtigt hab.