Kategorie-Archiv: gefühlt

Neuheiten

Neues lernen
neues Jahr
Neues fühlen
neuer Job
Neues beschreiten
neue Verantwortung
Neues erfüllen
neue Freunde
Neues erfreuen
neue Wege
Neues gewöhnen
neues Gehalt
Neue kontaktieren
neuer Platz
Neues üben
neue Aufgaben
Neues geben
neuer Selbstwert

sehr viel Neues in 2009

Empfindungsfähig

Dieser Song, auf den ich soeben gestoßen bin, passt so unverschämt gut zu der in mir schlummernden Jahreswechselsentimentalität. Seis drum, sei er mir wieder ins Gedächtnis gerufen, der mir so vieles gezeigt hat, damals. Mit dem ich so vieles gelernt habe, mit dem ich so männlich und zugleich jungenhaft war, so schelmisch und so verantwortungsbewusst. Dem Leben bin ich mit ihm entronnen, um dieses darauf so freudig wieder in die Arme schließen zu können.

Schon acht Jahre habe ich meinen Freund nicht mehr gesehen, wir haben unsere Aufgaben füreinander erfüllt und leben jetzt in getrennten Welten. Nicht wirklich ohne einander zu haben, manchmal glaube ich sogar, halb er zu sein. Nur die neuen Schritte, die erlebe ich, ohne sie mit ihm teilen zu können. Doch genau so soll es sein.

Ein Tag, an dem er ein neues Kapitel in meinem Leben eingeläutet hat, ist ganz stark mit diesem Song verknüpft.


So wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und dazu die Freude an allem, was ihr bisher erlebt habt, woraus die Vorfreude auf alles noch kommende resultieren mag!

Es weihnachtet

Dieses Jahr ist mir Weihnachten zum ersten Mal heute bei Aldi begegnet:

Nachdem ich an der Kasse meinen Einkauf bezahlt hatte, schob ich meinen Einkaufswagen an das hinter den Kassen befindliche Fensterbrett und wollte da mein erworbenes Gut in die Tasche packen. Dabei fiel mir ein Autoschlüssel auf, der auf der Fensterbank lag. Ich nahm ihn und gab ihn der Kassiererin. Wir stimmten beide darin überein, dass der Eigentümer nicht lange auf sich warten lassen würde, immerhin kann er oder sie ja nicht wegfahren.

Ich widmete mich wieder meinem Einpacken und hörte, wie die eine Kassiererin der anderen zurief, dass ein Autoschlüssel abgegeben worden sei. Dies wiederum hörte eine weitere Kundin und gab sich als die Eigentümerin zu erkennen. Ich hörte dann, wie die Kassiererin ihr sagte, dieser Herr (sie meinte mich) hätte ihn abgegeben. Ich schaute auf, sah den Fingerzeig in meine Richtung, während genau in diesem Moment ein weiterer Kunde zwischen uns durch den freien Raum lief. Die Eigentümerin bedankte sich bei diesem, wie hätte sie auch wissen sollen, dass ich gemeint war. Das beste aber: dieser Herr sagte einfach: „kein Problem, gerne!“.

Wo jetzt hier Weihnachten ist? Na der treueste unter euch Lesern weiß ja bestimmt, dass sich Weihnachten in meinem Inneren abspielt. Ich habe mich über die Situation gefreut, im Hintergrund gestrahlt und war belustigt ohne nur auch den Hauch eines Wunsches zu verspüren, die Situation aufzuklären.

Frohe Feiertage euch allen!

Geschmack

Ich lese von den Erlebnissen des Malers Klingsor, lese, wie er seinen letzten Sommer zubringt. Vorhin ging er mit einer kleinen Gesellschaft auf einen kleinen Berg hinauf, in ein kleines Dorf in welchem sie alle zu Speis und Trank empfangen wurden. Gastgeberin war eine junge Frau, die Klingsor in sich aufnahm um sie später malen zu können. Er beschrieb sie als Göttin, die mit ihrer so weißen Haut, dem feurig roten Kleid und ihren schwarzen Haaren sehr sanft und doch kräftig erschien.

Kaum hatte ich das gelesen, fühle ich winterliche Wärme und schmecke weiches Butterbrot mit weißem Speck. Einen Moment verwundert, weiß ich dann doch gleich, woher das kommt: als Kind hatte ich Schneewittchen gelesen und dazu ein ebensolches Brot gegessen. Gleich zu Anfang des Märchens beschreibt genau diese Farbzusammenstellung das neu geborene Kind der Königin. Dieser Geschmack und dieses gelesene Bild haben sich einfach miteinander abgespeichert und wurden jetzt wieder in Gemeinsamkeit abgerufen.

Eine andere solche Korrelation trage ich auch noch in mir. Wobei, wahrscheinlich sind es viele mehr, nur fällt mir gerade noch eben diese hier ein: wenn ich den Comic-Hulk sehe, dann schmecke ich immer gleich weiße Schokolade. Als ich damals zum ersten Mal dieses Comic gelesen hatte, kam ich auch zum ersten Mal in den Genuss weißer Schokolade.

Bemerkenswert finde ich dabei nicht nur das Zusammenhängen zweier Sinneserfahrungen, sondern eher noch die Fähigkeit unseres Gehirnes, einen Geschmack zu simulieren, der ja sonst nur als von außen aufnehmbar erfahren wird. Gefühle kommen sowieso von „innen“, da ist die Verwunderung über das Nachempfinden nicht so groß. Dass ich aber Speck auf der Zunge schmecke, wo nichts außer Spucke ist, das begeistert mich!

Kraft

Er bringt mir eine neue Art von Kraft bei. Besser gesagt, er demonstriert sie schlichtweg. Er ist nicht klein und schwach, er schafft es, mich richtig weich zu kriegen, mich zu rühren, mich denken zu machen, es gebe keine wichtigeren und schöneren Moment, als diesen einen. Diesen einen, in dem er seinen warmen Kopf an meinen Hals drückt, in dem er mir tief in die Augen schaut, in dem er meinem Reden gespannt zuhört, in dem er spricht. Seine starke Kraft demonstriert er besonders dadurch, dass er in einem solchen Moment eigentlich auch gar nichts besonderes zu machen braucht.

Ich bin beeindruckt!