Kategorie-Archiv: verwirrt

Iran und die Atombombe

Zu dem Thema selbst brauche ich denke ich nichts Einführendes sagen. Die ganze Welt, allen voran Israel, ist sehr darum bemüht, den Iran daran zu hindern, in den Besitz einer Atombombe zu kommen. Um das zu erreichen, werden fast alle Mittel in Erwägung gezogen und ich könnte mir vorstellen, dass nach der US-Wahl im November diesen Jahres auch das letzte Mittel, ein Angriff auf den Iran, zur Realität wird.
Was mich an der ganzen Sache eigentlich interessiert und was immer in mir geweckt wird, wenn ich Berichte über diesen Konflikt lese oder höre, ist folgende einfach klingende Frage:

Warum eigentlich darf der Iran keine Atombombe haben??

Ja, warum? Weil er gefährlich ist? Das glaube ich nicht. Zumindest akzeptiere ich eine solche pauschale Aussage nicht. Das ist doch ganz klar Ansichtssache. Wir zum Beispiel, die Deutschen, sind auch gefährlich! Wir liefern Waffen ich Spannungsgebiete und fördern damit den Bestand der Auseinandersetzungen und sicher auch einige Menschenleben. Die Amerikaner erst! Wie viele Menschen haben unschuldiger Weise durch sie bereits Leben verloren? Aus Sicht der Iraner gibt es noch weit mehr Gründe, die belegen, dass viele Westmächte, die in unseren Augen die Guten sind, in (deren) Wirklichkeit die Bösen sind!

Was ich damit sagen will: wenn wir das Recht haben, den Iran gefährlich zu nennen, dann hat er das Recht, uns auch so einzustufen. Es gibt nicht die eine Realität. Und somit fliegt das Argument raus, basta. Weiterlesen

Castingshows brauchen keine Spannung

Der Hype ist ja nicht mehr ganz neu, kann aber doch immer wieder entfacht werden. Ob ein Pop- bzw. Superstar gesucht wird oder ein Top-Model, alle reißen sich drum. Nicht nur wir Zuschauer, natürlich auch die Sendungen vor und nach der jeweiligen Show berichten von den Hintergründen derer.

Was ich sehr interessant finde sind die jeweiligen Vorschauen auf die nächste Ausgabe. Die sollen natürlich neugierig machen, indem sie andeuten, dass etwas unglaubliches passieren wird, so dass der Fan sich jetzt schon sicher ist, die nächste Woche alles nur nicht diese Sendung links liegen zu lassen.

Doch die Taktik scheint in Wirklichkeit eine andere zu sein: Die Vorschau deutet nicht an, sie legt alles offen. Der kurioseste Moment, die heißeste Szene, der lauteste Streit wird mit all seinen Pointen bereits gezeigt! Das resultiert allerdings keineswegs in Desinteresse, nein! Der Zuschauer ist jetzt überzeugt von der Dramatik, die ihn in der nächsten Sendung erwarten wird, und muss das unbedingt sehen. Das zieht! Ich bin wirklich verblüfft, wie ausführlich Schlüsselszenen schon im Voraus gezeigt werden und wenn man dann die Sendung ansieht, merkt man, dass wirklich keine Steigerung zu der Szene aus der Vorschau mehr drin ist! Das wars! Ich wusste schon alles brisante vorher! Also ich bin da sehr gelangweilt, aber bin offensichtlich eine Ausnahme.

Eigenartiges Volk, diese Fernsehgucker hier!

Stolze Trottelei

Ich kann etwas so tolles: ich kann sehr schnell etwas spiegelverkehrt geschriebenes lesen! Es wird schon fast zu einem Zwang: wenn irgendwo ein Wort etwa auf einer Glasscheibe klebt und ich sehe es von der anderen Seite, so kann ich nicht anders – ich muss es einfach lesen.

Dieser Zwang wird mir zuweilen zum Verhängnis. Ihr kennt diese Türen bestimmt auch, wie etwa unser Bäcker eine hat: eine Glastür, auf der zur Erleichterung der Kunden steht, ob man Drücken oder Ziehen muss. Auf jeder Seite steht das entsprechende Wort. Da es sich aber wie gesagt um eine Glastüre handelt, sieht man jeweils beide Schriften – die eine spiegelverkehrt. Immer wenn ich auf diese Türe zugehe, befällt mich der Zwang des Spiegellesens. Ich lese das für mich nicht gültige Wort, habe dies im Kopf und mir wird erst dann bewusst, dass das ja das verkehrte war, wenn ich meine Nase an der Türe plattgedrückt habe, weil ich auch das falsche – gedrückt anstatt gezogen – getan habe.

Jetzt wisst ihr, woher ich meine breite Nase habe!

Verblödung 3.0

Oft komme ich nicht umhin, mich des Abends vor dem Fernsehgerät niedersinken zu lassen. Einfach weil ich meiner dort festgeklebten Frau ja auch ab und zu mal Gesellschaft leisten will.

So auch gestern. Die Röhre spuckte unzählige Supertalnete aus, wie so geliebt im derzeitigen TV natürlich von einer einschaltquotengarantierenden Jury aus Augenweide Sylvie van der Vaart, dem verrückten Sprachverdreher und Sensibelchen Bruce Darnell und natürlich dem Sprücheklopfer Dieter Bohlen. Hatte ich Erwartungen? Eigentlich nein, oder sagen wir: kaum. Es sollte nicht nur von sich selbst überzeugten Sängern eine Chance gegeben werden, nein, jedes Taltent erhält die Chance auf den Hauptgewinn(ich glaube 100.000 Euro). Also hoffte ich auf etwas mehr Abwechslung als bei DSDS oder Popstars. Leider aber war es wieder fast ausschließlich eine Show des Fremdschämens. Und wie blauäugig konnte ich denn sein und anderes erhoffen. Was möchte denn der Zuschauer so gerne sehen, doch genau das! Ich bin nicht so doof, denkt er sich, und fühlt sich nach der Show besser denn je. Gewinner des Abends sind nicht die besten Talente, nein, es wird über die gesprochen, die den größten Mut hatten, mit einer höchstmöglich beschämenden Vorführung doch aufzutreten. Wobei, ich frage mich, ob das Mut ist. Denn wenn es so wäre, dann wären doch die Selbstüberzeugungen dieser „Vollpfosten“ (Bohlenzitat) nicht so unermesslich hoch.

Wie dem auch sei. Bei youtube & Co kann man sich die Helden des Abends natürlich ansehen, aber der eine, der mich wirklich begeistert und zum Staunen gebracht hat, der Kontaktjongleur, der ist nirgens zu finden. Auch hier also, bei der Wiederspiegelung dessen, was als Besonders und Sehenswert empfunden wird, finden sich nur die eigentlich schlechten.

Soweit meine Wiederholung von altem Müll in neuen Säcken. Ich werde den Jongleur weiter suchen und wenn er auftaucht, so hat er eine Darstellung hier verdient! Jawohl!

Nachtrag: Ok, jetzt ist er zu sehen, um 10:41 wurde er eingestellt. Da guckt selbst:


Kelvin Schmidt – Das Supertalent – 25.10.2008 – MyVideo

Rechtsäugig

Einen Brief will ich verschicken, was amtliches, ein Vordruck, der die Anschrift durch das Sichtfenster des Kuverts zeigen will. Dazu suche ich einen entsprechenden Briefumschlag und merke: sie sind alle, keiner mehr da. Mist, muss mir vorher also noch welche besorgen. Trotzdem krame ich in meiner Postschublade weiter, unter den Postkarten schimmert ein weißes Eck, ich ziehe daran und siehe da: da hat sich noch ein letzter Umschlag mit Sichtfenster versteckt. Juhuu, ich falte den Brief und die dazugehörige Anlage und lege ein. Bevor ich zuklebe, prüfe ich noch, ob die Anschrift zu sehen ist und bin erstaunt: nichts ist zu sehen. Oh, da muss wohl das Formular falsch bedruckt worden sein … äh halt … da dämmerts mir: ich hatte ihn aufgehoben, weil er so besonders war. Wie sich zeigt, ist er das immer noch.

Die Freude war schon da, nicht ganz umsonst, hat sie doch gut getan, musste auch nur einem Lachen weichen, und: ich konnte ihn wieder nicht wegschmeißen…bis zum nächsten mal also!

Der Doping -Turnus

Das Thema ist wieder auf dem Tisch. Ich sage nichts mehr dazu, denn wir haben das hier im Exit bereits diskutiert. Es bestätigt die Aufrechterhaltung der Illusion, die die Aufgabe der angeblich guten Kontrollen darauf beschränkt, das Gefühl zu vermitteln, einige wenige würden ’sündigen‘. Aber ich will mich ja gar nicht wiederholen, finde es immer wieder amüsant.

O jam

Ich frage mich: gibt es Menschen, die Orangenmarmelade mögen? Ich habe bisher noch keinen getroffen, keiner mag sie, jede(r) verabscheut sie. Aber: es muss sie geben, diese Spezies, denn hartnäckig wird dieses Produkt weiter und immer wieder verkauft.
Kennt jemand jemanden, der/die jemand ist oder jemand anderes kennt, der/die Orangenmarmelade mag?? Wäre interessant, das mal zu hören!

grübel grübel und studier…

Ich habe soeben einen Brief geschrieben und ausgedruckt, was offizielles, und mich gerade einige Minuten mit meinem Briefumschlag beschäftigt. Ich habe es nicht hinbekommen, den Brief so zu falten, dass das Adressfenster auch die Adresse des Empfängers zeigt. Ich habe dann aber doch herausgefunden, dass ich nicht der Doofi bin, sondern mein Problem eine andere Ursache hat, schaut selbst und findet heraus!:

Spiegelbrief

Mitten ins Auge…

…nur in welches?

Manchmal, aber nur manchmal, bin ich damit fast überfordert: ist euch schon aufgefallen, dass es nicht heißen dürfte: „Schau mir in die Augen, Kleines!“ sondern: „Schau mir ins Auge, Kleines!“ ? Ich unterhalte mich mit meinem Gegenüber und merke, dass ich verwirrt bin, weil ich nicht weiß: soll ich ihm/ihr in das rechte oder in das linke Auge sehen. Mein Fokus wankt und springt, ich frage mich, wie das wohl für ihn/sie aussieht, und suche mir ein Auge aus, auf dem ich dann haften bleibe. Dies passiert allerdings nur bei intensiveren, längeren Gesprächen, bei flüchtigem Geplänkel ist mir das noch nicht aufgefallen. Vielleicht sollte ich mich schon grundlegend festlegen und etwa zum ‚ins-rechte-Auge-gucker‘ werden…